Handball A-Jugend qualifiziert sich spektakulär für die Regionalliga

Am Ende war es ein beeindruckender Kraftakt, der die Mannschaft ans Ziel ihrer Träume brachte. In einer Phase, in dem die Beine bereits streikten, die Körner aufgebraucht schienen und das Spiel entschieden war, zeigte das Team, was es bedeutet, füreinander zu kämpfen. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 90 Minuten Handball in der zweiten Qualifikationsrunde zur Regionalliga gespielt, fünf von sechs möglichen Punkten aus den 30-minütigen Partien waren eingefahren worden.
Zum Auftakt gelang dem TSV ein 23:16-Erfolg gegen DJK Grün Weiß Werden, bei dem defensiv sicherlich nicht alle Absprachen glückten, während das offensive Tempospiel immer wieder einfache Tore ermöglichte. Die Mannschaft hatte aus der letztjährigen Oberliga-Spielzeit gelernt und fuhr letztendlich zwei ungefährdete Punkte ein.
Es folgte das Duell, welches auf dem Papier bereits wie ein Endspiel um Platz 1 gelesen werden konnte. Nur der Erstplatzierte der Fünfergruppe qualifizierte sich sicher für einen der begehrten zehn Plätze in der Regionalliga. Außerdem hatte das Duell gegen den SV Heißen eine Vorgeschichte – in der letzten Saison standen sich beide Mannschaften bereits in der Oberliga gegenüber, jeweils mit dem besseren Ende für die Heimmannschaft.
Es entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, bei denen beiden Mannschaften die Bedeutung der Begegnung anzusehen war. Immer wieder scheiterten die Aufderhöher am stark spielenden Keeper des SV. In der 22. Spielminute drohte das Spiel dem TSV zu entgleiten – beim 10:13 in Unterzahl war der Rückstand auf drei Tore angewachsen. Doch es folgte ein 3:0-Lauf zum Ausgleich, der den Auftakt in nervenaufreibenden Showdown setzte.
Beide Mannschaften gingen in den letzten Minuten des Spiels noch einmal in Führung und hatten jeweils die Möglichkeit, das Spiel zu entscheiden. Die Defensive blieb in der entscheidenden Phase präsent, während offensiv die letzten Prozente fehlten, um den Sieg einzufahren. Beim Stand von 16:16 beendete die Hallensirene das Topspiel.
Damit stand zudem fest, dass die Tordifferenz über die Plätze 1 und 2 entscheiden würde, sollten beide Mannschaften ihre restlichen beiden Partien gewinnen. Es wartete die Begegnung gegen die bis dahin mit zwei Siegen gestartete Mannschaft Handball Remscheid/Wermelskirchen. In den folgenden 30 Minuten profitierte der TSV erneut von seiner Offensivpower und setzte sich mit 22:15 durch.
Im abschließenden Spiel gegen HC Sterkrade 75, das im gesamten Turnier bis dahin punktlos geblieben war, musste der TSV vorlegen. Heißen hatte seine Partie ebenfalls gewonnen, sodass wie erwartet die Tordifferenz das Zünglein an der Waage werden sollte.
Es entwickelte sich eine ungemein rasante Begegnung, in der die meisten Angriffe nur wenige Sekunden dauerten. Die Aufderhöher riskierten viel in der Deckung, um schnelle Ballgewinne zu forcieren. Viele Tore vielen im Tempogegenstoß, während die Abwehr immer wieder Lücken aufwies. Sterkrade mühte sich nach Kräften, hatte dem unbändigen Torhunger auf der anderen Seite aber spätestens nach der Hälfte des Spiels kaum mehr etwas entgegenzusetzen. Nach 54 Treffern in 30 Minuten gewann der TSV mit 36:18.
Der SV Heißen brauchte damit im letzten Spiel einen Sieg mit 17 Toren Differenz, um noch auf Platz 1 zu springen. Im Duell gegen Handball Remscheid/Wermelskirchen gewann die Mannschaft aus Mülheim letztlich verdient mit 19:13, wodurch es nur für den zweiten Platz hinter dem TSV Aufderhöhe reichen sollte.
Der Jubel kannte keine Grenzen mehr, die gesamte Mannschaft samt Trainerteam feierte den ersehnten Aufstieg in die Regionalliga standesgemäß. Es gibt unzählige Geschichten, die den Werdegang der Mannschaft zu etwas Einmaligem machen. Manche Jungs krönen den Weg in der Jugend gemeinsam mit genau den Trainern, die ihre handballerische Laufbahn von Tag 1 an begleitet haben. In Aufderhöhe ist eine eingeschworene Einheit gewachsen, die nun die Möglichkeit hat, den TSV auf höchstem Niveau zu vertreten.
Bevor nun der Blick in Richtung der kommenden Aufgaben geht, dürfen alle Beteiligte den Moment in vollen Zügen genießen und die kommenden Tage damit verbringen, stolz auf die eigene Leistung zu sein.
Abschließend gilt ein großer Dank all den Menschen, die diesen Erfolg außerhalb der Mannschaft möglich gemacht haben. Der unermüdlichen Elternschaft, die neben dem lautstarken Support auf der Tribüne dafür gesorgt hat, dass die Mannschaft sich auf das Sportliche fokussieren kann, den Menschen mit dem richtigen Worten und dem passenden Tape, um Blessuren zu verarzten und den Jungs auf dem Feld ein gutes Gefühl zu geben. Jetzt kommt die ganz große Aufgabe Regionalliga – und der TSV ist bereit!

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