Meilenstein und Startpunkt

Quelle: Solinger Tageblatt/ Timo Lemmer/ 26.08.2019

Sportring und TSV Aufderhöhe sind im Fußball nach ihrer Fusion inzwischen eins. Der Vorstand ist gewählt und zuversichtlich.

Die Verantwortlichen hoffen, dass ein geläufiges Sprichwort hält, was es verspricht. Aber mehr als das, ist man beim TSV Solingen zuversichtlich, dass es gelten wird: „Was lange währt, wird endlich gut.“ Denn, das müssen die führenden Köpfe der Fusion durch Anschluss zugeben: Der Weg zur Verschmelzung des Sportrings mit der Fußball-Abteilung des TSV Aufderhöhe war länger und steiniger als gedacht. „Es war zwei Jahre harte Arbeit“, sagt Udo Steinheuer, der als letzter Vorsitzender des Sportrings in die Annalen eingehen wird: „Aber es hat immer Spaß gemacht.“

Der Weg zur Fusion, die ersten Wochen seitdem, die Ideen, die jetzt schon sprudeln: In Aufderhöhe und Höhscheid ist man sich sicher, den richtigen Weg gegangen zu sein. Denn die Fusionspartner ergänzen sich perfekt, wie Steinheuer gerne an zwei Pyramiden – die eine aber auf dem Kopf stehend – verdeutlicht: Die Fusion ergebe ein viel breiteres, auf gutem Fundament gebautes Quadrat.

Freilufthalle hier, Top-Marketing da – Vereine ergänzen sich perfekt

Zum einen ist das so, weil der Sportring im Unterbau stärker war und der TSV Aufderhöhe auf den oberen Ebenen. Aber das alleine ist es nicht: Während der Sportring unter anderem mit seiner Freilufthalle bereits infrastrukturell gut aufgestellt war, „betreibt der TSV schon lange professionelles und gutes Marketing, was es bei uns überhaupt nicht gab“. Steinheuer ist sich sicher: „Die Vereine ergänzen sich in ihren Attributen optimal.“

Inzwischen firmieren die Fußballer als TSV Solingen, und die erste gemeinsame Versammlung habe ein harmonisches Miteinander gezeigt. Der Vorstand des TSV Solingen stellt sich nunmehr wie folgt dar: 1. Abteilungsleiter ist Mark Little, 2. Abteilungsleiter Steinheuer. Jugendleiter ist Thorsten Marks, während Dustin Lauf für die sportliche Leitung der Jugend zuständig ist. Andrea Mertgen führt die Frauen und Mädchen, ihr Pendant ist Yorik Heiber (Sportliche Leitung bei den Herren). Erweitert wird die Abteilungsführung um Luise Schmitz, Jan Treffers, Sabine Gutzeit, Jan Kreisköther, Andreas Fritsche, Thomas Casel und Susanne Jacobs.

Der TSV Solingen ist damit neben dem Platz – als dauerhafte Heimat fungieren sowohl Höher Heide als auch Neuenkamper Straße – bestens und breit aufgestellt. Das ist auch notwendig: Satte 35 Teams schickt der Verein ins Rennen, dazu kommen rund 70 Mini-Kicker zwischen zwei und vier Jahren. „Hier soll alles möglich sein“, sagt Heiber, „vom Breitensport bis zum ambitionierten Arbeiten.“

Träume gibt es, aber Realität und Basis genießen Priorität

Mittelfristige Ziele: Jugendteams regelmäßig in der Bergischen Leistungsklasse, Aufstieg der Frauen, Aufstiegschancen für die Herren. Träume gibt es natürlich. Aber, sagt Heiber: „Dass Solingen mal wieder in der Oberliga vertreten sein sollte, finden und hoffen wir doch alle. Aber wenn niemand die Basis hat, brauchen wir doch nicht darüber reden.“

Der TSV Solingen arbeitet nun daran. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Durch Synergie-Effekte sei man finanziell sehr gut aufgestellt. An der Höher Heide soll die Infrastruktur verbessert werden. Und: Der TSV treibt sein zukünftiges Sportzentrum weiter voran. Man hofft, dass im Frühjahr 2020 der Bau startet. Dann hat auch die Fußballabteilung, die durch den Sportring um knapp 300 aktive Fußballer angewachsen ist, Voraussetzungen auf einem neuen Level.

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